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Das Thema Sonderfarben und Gendefekte ist ein sehr komplexes Thema, wobei man über Frettchen so gut wie nichts erforschtes findet. Das Wort Sonderfarben finde ich nicht passend, lieber spreche ich von Farbvaritäten. In den letzen Monaten habe ich ver- sucht mich in das Thema Gendefekte und Vererbung bei Hunden ich bin aber lange noch nicht soweit, um es wirklich zu verstehen. Die Zucht von Frettchen und den verschiedensten Farbvaritäten hat in den letzten Jahre stark zugenommen und damit leider auch die Gendefekte als Folge. Auf dieser Seite möchte ich versuchen da- rüber zu informieren. Gendefekte können versch. Ursachen haben. Häufig sind sie durch Inzucht entstanden. Es kann aber auch vorkommen, dass 2 Gene aufeinander treffen, die dann einen Defekt hervorbringen. Wichitg ist: Genschäden sind vererbbar und können auch erst in 2. und 3. Generation in Erscheinung treten. Sie werden rezessiv (beide Elternteile sind Träger des Gens) oder dominant (ein Elternteil reicht aus) vererbt.
Folgende Gendefekte sind bis jetzt bekannt, jedoch beim Frettchen nicht erforscht, nachweislich nur bei Hund und Katze:
Taubheit Meist in Verbindung mit dem Merlegen, fehlende Pigmente vorallem am Kopf können zur Taubheit führen. Besonders betroffen sind, Badger, Scheck, DEW und Pandas. Auf Paarung Merle x Merle sollte daher total verzichtet werden. (DEWxPanda, PandaxBadger...) Merle immer dominat
Waardenburg - Syndrom
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Synonyme:
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Klein Waardenburg Syndrom
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Indikation:
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hereditäre Schwerhörigkeit/Taubheit Innenohrschwerhörigkeit Pigmentstörungen Dystopia canthorum (Typ I/III) Piebald Albinismus mit Mb Hirschsprung Microphtalmie
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Klinik/ Genetik:
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Das Waardenburg-Syndrom ist eine autosomal dominante Erbkrankheit, die für 2-3% der vererbten Taubheitsformen verantwortlich ist. Das Syndrom, das eine variable Penetranz und Expressivität hat, ist durch Innenohrschwerhörigkeit bzw. Taubheit, kleinere Fehlbildungen des Augenbereichs (Dystopia canthorum = laterale Verlagerung der medialen Lidspaltenbegrenzung) und typische Gesichtsveränderungen sowie Pigmentstörungen (weiße Haarsträhne und/oder vorzeitiges Ergrauen, Heterochromie der Iris, Pigmentstörungen der Haut) charakterisiert. Die phänotypische Ausprägung ist auch innerhalb einer Familie stark variabel.
Man unterscheidet 3 Typen (Typ I, Typ II und Typ III). Typ I weist die oben genannten Merkmale auf, bei Typ II fehlt die Dystopia canthorum, und Typ III hat zusätzliche Fehlbildungen der Extremitäten.
Ursächlich für das WS Typ I und III sind Mutationen im PAX3 Gen (Chromosom 2q35) und für den Typ II im MITF Gen (Chromosom 3p12.3-14.1).
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Kryptorchismus-Hodenhochstand, Monochismus
Der Hoden bleibt bei dieser Erkrankung auf seiner Absenkungsbahn hinter dem rückseitigen Bauchfell (Kryptorchismus), im Leistenkanal - zwischen äusserem Leistenring und Eingang zum Hodensack (Gleithoden) liegen. Es kann auch vorkommen, dass ein oder beide Hoden ganz feheln.
Bleibt der Hoden in der Bauchhöhle, kann es zu Tumorbildungen kommen, daher ist eine Kastration anzuraten.
Albinismus
Albinismus ist als Gendefekt umstritten. Es ist aber eine angeborene Stoffwechselerkrankungen, die mit einer Verminderung von Farbstoff (Pigment, Melanin) entweder in Haut, Haaren und Augen oder nur in den Augen hervor geht. Albinismus ist rezessiv ver- erbbar. In der Wildnis überleben Albinos meist nicht lange oder werden vom Rudel skeptisch behandelt, sogar ausgestossen. Albinos gelten als Ursprung aller Frettchen, wie bei vielen anderen domestizierten Tieren auch. Menschen standen von je her auf exotisches, ausser- gewöhnliches, daher werden Albinos sehr oft gefangen und zur Zucht verwendet. Das Frettchen stammt mit grosser Wahrscheinlich- keit von einem Albinoiltis ab. Von der Zucht mit Albinos sollte abgesehen werden.
Zahnfehler
Immer häufiger treten auch beim Frettchen Zahnfehler auf, die kaum Beachtung finden. Fehlen von Zähnen, Zahnstellungsfehler, Kieferstellungsfehler sind ebenfalls erblich.
Angorafrettchen
Angora- oder Langhaarfrettchen haben längere Haare als ihre normalen Artgenossen. Ihnen fehlt die Unterwolle, dafür haben sie mehr Grannenhaare. Angoras haben eine Nasenfalte und einen behaarten Nasenspiegel. Die Zucht mit Angorafrettchen ist sehr umstritten, da die Fähen oft nicht in der Lage sind, ihre Welpen zu stillen. Dies muss dann von einer Amme übernommen werden.
Blackself
Dieser Varität, schwarze Frettchen, mit wenig bis keiner Maske, dunkler Unterwolle, wird nachgesagt, dass sie im Alter aggressiv werden, bedingt durch eine Nervenerkrankung, als Folge der Ein- kreuzung von Iltissen, um die dunkle Farbe zu erreichen. Es gibt bis jetzt aber keine wissenschaftliche Beweise und mir sind keine Tiere bekannt, die unter dieser Erkrankung leiden. Zumal eine Einkreuzung von Wildiltis eine Blutauffrischung bedeuten würde.
Zu den Farbvaritäten gehören:
American Panda Kopf, Nacken und Hals weiss
Deutscher Panda weiss oder beige mit wenigen schwarzen Abzeichen
Dark Eye White weiss oder gelb mit schwarzen oder blauen Augen
Badger- oder Blazefrettchen weisser Streifen zwischen den Ohren—Dachsfrettchen
Albino weisses Frettchen mit roten Augen
Blackself schwarzes Frettchen, wenig bis keine Maske, dunkle Unterwolle
Angora lange Graanenhaare, keine Unterwolle
Solange bei Frettchen keine besseren Erkenntnisse vorhanden sind, sollte auf die Zucht von Farbvaritäten verzichtet werden. Tiere die bekannter Weise einen Gendefekt in sich tragen, müssen von der Zucht ausgeschlossen werden. Bei Hunden und Katzen ist es ge- lungen, viele verschiedene Rassen hervor zu züchten, dies ist sicher auch bei Frettchen möglich, sollte aber denen überlassen werden, die sich damit auskennen und 100% wissen, dass über Generationen keine Gendefekte in Erscheinung getreten sind.
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