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Krankheiten und Impfungen
Frettchen sind besonders empfänglich für einige virale und bak- terielle Infektionen, die auch bei Hund und Katze auftreten können, wie Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut (nur für Grenz- übertritte nötig). Auch Erkrankungen des Menschen sind über- tragbar. Nicht empfänglich sind sie dagegen für Nerzvirusenteritis und Katzenschnupfen.
Da in der Schweiz noch keine speziell für Frettchen zugelassenen Impfstoffe erhältlich sind, muss in der Regel auf Hundevaccinen zurückgegriffen werden. Nicht alle dieser Präparate sind für Frettchen geeignet, besonders bei der Staupeschutzimpfung hat die Anwendung ungeeigneter Vaccinen fatale Folgen, zu empfehlen ist Vetamun. Zwingerhusten müsste eigentlich nicht geimpft werden, da aber ein 4-fach Impfstoff für Hunde verwendet wird, ist dies un- umgänglich. Tragende Fähen sollten nicht mit Lebendvakzinen geimpft werden.
Staupe-, Parvo-, Leptospiroseschutzimpfung
Frettchen sind ganz besonders empfänglich für diese Viren der Hun- de und sollten daher regelmässig geimpft werden. Die Schutz- impfung mit Totvirusimpfstoff ist meist unwirksam oder die Immu- nisierung nur sehr kurz. Zur Impfung sollten nur Lebendvirus- impfstoffe verwendet werden, die aber auf keinen Fall von Frett- chenzellkulturen stammen dürfen.
Die Grundimmunisierung erfolgt mit zwei Impfungen, in einem Ab- stand von zwei bis vier Wochen. Bei Welpen von einer geimpften Fähe ab der 8.Woche, bei ungeimpfter Fähe ab der 6.Woche. Da- nach wird die Impfung jährlich wiederholt.
Eine Ausnahme bildet das nordamerikanische Schwarzfussfrettchen, bei dem keine Staupe-Lebendvakzine angewandt werden darf. Hier muss mit einer Totvakzine alle 6 Monate immunisiert werden.
Tollwutschutzimpfung
Die Tollwutschutzimpfung empfiehlt sich besonders bei Jagdfrett- chen, die mit anderem Wild in Berührung kommen können. Geimpft wird mit Totvirusimpfstoff im Alter von 12 Wochen. Boosterung alle Jahre. Bewährt habe sich Vaccinen von Murine- oder Kückenzell- kulturen. In der Schweiz ist die Tollwutimpfung nicht nötig.
Würmer, Kokzidien und Giardien
Auch Frettchen sind vom Befall betroffen , vorallem, wenn sie auf Spaziergänge mitgenommen werden. Auch bei Fütterung mit Frischfleisch und Futtertieren, kann es zu Parasitenbefall kommen. Bei adulten und gesunden Frettchen bleibt dieser Befall oft unbe- merkt, da er Symptomfrei verläuft. Bei grossem Stress oder ge- schwächtem Immunsystem vermehren sich die Parasiten aber sehr rasch und es kommt zur Infektion. Auch Neuzugänge, dessen Immunsystem keine Abwehrkräfte hat, können nach 2-3 Tagen erkranken, es kommt zu massivem Durchfall, der auch blutig sein kann. Die Darmwände werden sehr stark angegriffen und das Fut- ter kann nicht mehr richtig verwertet werden. Griesiger/körniger Kot kann ebenfalls ein Anzeichen von Parasitenbefall sein, da das Protein unverdaut wieder ausgeschieden wird. Bei Frettchen sollte daher regelmässig eine Kotproben untersucht werden lassen. Für Würrmer und Kokziden mit Röhrechen trocken und für Giardien mit SAF, beides beim Tierarzt erhältlich. Da die Eier nicht immer mit dem Kot ausgeschieden werden, empfehlen wir, eine Sammelprobe über 2-3 Tage einzusenden, Röhrchen in der Zwischenzeit im Kühlschrank aufbewahren. Fähen, die gedeckt werden, sollten auf jeden Fall erst untersucht werden, da Kokzidien und Giardien für die Welpen tödlich sein kann. Für die Behandlung von Würmern und Giardien eignet sich am besten Panacur in Pastenform für Katzenbabys, muss aber leicht überdosiert werden. Bei Wurmbefall 3 Tage in Folge, Giardien 5-6 Tage 1 x Tag. Das zur Zeit beste Medikament bei Kokzidien ist Baycox, 0,1ml/kg. Sollten Ihre Frettchen von Parasiten befallen sein, geben wir Ihnen gerne über die beste Behandlung Auskunft, dalia@frettchen.ch
Symptome
Frettchen zeigen ihre Symptome oft sehr schlecht, deshalb ist es wichtig, die Tiere immer gut zu beobachten. Oft zeigen sie erst deutliche Symptome, wenn es schon fast zu spät ist. Im Gegensatz zu anderen Tieren, ist fressen kein Zeichen von Gesundheit. Anzeichen für eine Erkrankung können sein:
° Wässrige Augen ° Appetitlosigkeit ° Gewichtsverlust (regelmässige Gewichtskontrollen sind daher zu empfehlen, wobei darauf geachtet werden muss, dass im Frühling bis zu 30% Gewichtsverlust normal ist). ° Durchfall, der mehrere Tage anhällt, Frettchen dehydrieren (austrocknen) sehr rasch, bei anhaltendem Durchfall von mehr als 2 Tagen muss dringend ein Tierarzt aufgesucht werden, der eine Infusion (Elektrolyt-oder/und Glucoselösung) spritzen kann. ° Niessen, Husten, Nasenfluss... ° Schläfrigkeit (im Winter oder bei extremer Hitze schläft das Frettchen mehr) ° Spielunlust, das Frettchen spielt plötzlich nicht mehr.
Bei Frettchen gilt: Lieber einmal zuviel, als einmal zu wenig zum Tierarzt zu gehen! Oft kann nur ein Blutbild aufschluss geben. Es ist wichtig, einen wirklich Frettchenerfahrenen Tierarzt zu finden.
Häufige Erkrankungen sind: Krebs, Nieren- und Leberentzündungen, Herzfehler, Lungenentzündung, Mandelentzündung, Bakterielle Infekte, Kokkzidien...
Neben den allgemeinen Erkrankungen, gibt es auch noch eine Vielzahl von Frettchentypischen Krankheiten wie: Nebennierenerkrankung, Lymphosarkom, Insulinom, Aleuten Krankheit
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